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Mehr Sinn, Erfolg, Zufriedenheit und, ja: Glück in der Arbeit: 7 Tipps zum Weltglückstag

Als Chefin oder Chef für mehr Erfolgserlebnisse, Gemeinschaftsgefühl, Sinnhaftigkeit und, ja: Glück in der Arbeit sorgen – das lohnt sich! Für mich selbst, für mein Team, für meine Organisation. Es macht mich und meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur gesünder, zufriedener und besser – es stärkt auch die wirtschaftliche Performance.

Wie das gehen könnte?

Weil bald Weltglückstag ist, und weil die Zahl sieben seit jeher und in vielen Kulturen und Religionen für Glück steht: Hier sieben Tipps dazu.

  1. Kultivieren Sie positive Emotionen: Schauen Sie bewusst auf das, was Ihnen und Ihrem Team gelungen ist, was Freude und Spaß macht – und nicht immer nur auf das, was noch besser, schneller, erfolgreicher laufen könnte. Feiern Sie Geburtstag mit einem kleinen Umtrunk. Organisieren Sie mal wieder ein gemeinsames Team-Event. Und/oder sagen Sie einfach mal wieder dieses häufig so schwierige und doch so wertvolle Wort: Danke! (Und wenn Sie wissen wollen, wie voll oder leer bei Ihnen das Glas in der Regel so ist – mit Tests wie diesem hier lässt sich das messen: http://www.positivityratio.com)
  2. Leben Sie Ihre eigenen Stärken und die Ihrer Mitarbeiter bewusster aus: Machen Sie mehr von dem, was Ihnen leicht fällt, Freude bereitet, Erfolg verschafft – statt sich laufend mit dem Abmildern von Schwächen zu beschäftigen. Und gehen Sie auch mit Ihren Mitarbeitern so um. Fragen Sie sie nach ihren Leidenschaften, Kompetenzen, Erfahrungen und besprechen Sie mit ihnen, wie deren Jobzuschnitt stärker auf ihre Stärken angepasst werden könnte. Oder setzen Sie eigene Stärken in einem neuen Kontext ein – beziehungsweise ermutigen Sie ihre Mitarbeiter, dies zu tun. Sie wollen herausfinden, was Ihre Stärken sind? Unter https://www.gluecksforscher.de können Sie den weltweit anerkanntesten Stärkentest auf deutsch ablegen, den Via-Charakterstärkentest. Und die Schwächen? Ach, pfeifen Sie einfach mal auf die. Finden Sie sich auch mal mit einem „gut-genug-Niveau“ ab – und investieren Sie lieber in Ihre Stärken und die Ihrer Team- oder Abteilungsmitglieder.
  3. Nutzen Sie Powerzeiten, sowohl für sich als auch für andere: Einfach mal ein, zwei Stunden das Telefon abschalten, die Mailbenachrichtigungen deaktivieren, die Tür zuziehen – und endlich einmal ein, zwei Stunden lang an den wichtigen Dingen arbeiten. So schaffen Sie Momente von Flow, in denen Sie von Ihrer Aufgabe absorbiert werden, in denen Sie die Umwelt komplett ausblenden können.
  4.  Fördern und stärken Sie positive Arbeitsbeziehungen: Für 57% der Studenten auf der Suche nach einem Arbeitgeber ist das Betriebsklima sehr wichtig, hat eine aktuelle Studie von Statista ergeben. Machen Sie sich zugänglich für Ihr Team! Schaffen Sie Vertrauen, indem Sie Verantwortung an andere abgeben! Stellen Sie ein Teambudget zur Verfügung, mit dem Ihre Mitarbeiter Ausflüge organisieren, Konzertbesuche oder, wenn es denn beliebt, Kegelausflüge planen können. Machen Sie sich gelegentliche „5-Minuten-Gefallen“ zur Angewohnheit – kosten wenig, bringen viel! Und wenn Sie wissen wollen, ob Sie in der Arbeit eher der Nehmertyp oder eher der Gebertyp sind – beim großartigen Adam Grant erfahren Sie’s.
  5. Erklären Sie das Warum und Wofür: Welchen Sinn haben die Dienstleistungen oder Produkte, die Ihr Unternehmen, Ihr Bereich oder Ihr Team herstellt? Wem nutzt die Arbeit Ihrer Mannschaft, welche Kunden oder Nutznießer haben etwas davon? Machen Sie diesen Nutzen für Ihre Mitarbeiter nachvollziehbar und erlebbar. Begründen Sie immer wieder Ihre Entscheidungen! Und fördern Sie das Engagement Ihrer Mitarbeiter für gesellschaftlich sinnvolle Tätigkeiten!
  6.  Feiern Sie Erfolge: Das nächste Quartal, das nächste Projektziel, die nächste Ausgabe – Organisationen, Teams und wir selber hetzen immer nur von einem zum nächsten, ohne immer mal wieder innezuhalten und das Geschaffte, das Erreichte, das Gelungene wahrzunehmen und auszukosten. Machen Sie das anders: Loben Sie! Geben Sie Lob weiter! Markieren Sie auch Zwischen- und Etappenziele. Und setzen Sie dabei sich selbst und anderen immer wieder SPEZI-Ziele, also Ziele, die sinnlich attraktiv, positiv formuliert, eigenständig erreichbar, zum Kontext passend und anschlussfähig an das bisherige Handeln sind (https://www.geemco.de/artikel/ziele-nicht-nur-smart-sondern-auch-spezi/).
  7. Akzeptieren Sie Fehler: Ohne Niederlagen kein Fortschritt, ohne Fehler keine Innovation. Fragen Sie sich und andere, was aus Misslungenem, Niederlagen und Fehlern zu lernen ist. So schaffen Sie ein so genanntes „growth mindset„, also eine wachstumsorientierte Haltung, statt einer starren, inflexiblen Grundeinstellung („fixed mindset“).

Und jetzt wünsche ich Ihnen viel Geduld und Ehrgeiz zugleich! Geduld, denn Sie haben gerade die wichtigsten Prinzipien der Positiven Leadership kennengelernt. Die einzuführen, ist ein echter Change-Prozess, und der braucht wie jede Veränderung Geduld und Langmut. Und gleichzeitig wünsche ich Ihnen den Ehrgeiz, sich ein, zwei Glücksstrategien herauszusuchen, die zu Ihnen, Ihrer Arbeitskultur und Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern passen könnte – und dann einfach üben und am Ball bleiben! Viel Spaß und Glück dabei!

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